In Frankreich streitet man über den Artikel („le WiFi" oder „la WiFi"?). In Deutschland, Österreich und der Schweiz tobt ein ganz anderer, aber ebenso leidenschaftlicher Streit: Heißt es eigentlich WLAN oder WiFi? Und wenn wir schon dabei sind: das WLAN, der WLAN oder vielleicht die WLAN? Und wie zum Kuckuck spricht man das Ganze aus? Zeit für eine sprachliche Grundsatzklärung – denn während WiFi 7 bereits Einzug in deutsche Büros hält, kämpfen wir noch mit der Frage, wie wir es eigentlich nennen sollen 😀.
Ein kleines Gedankenexperiment: Wenn ein Franzose, ein Brite und ein Deutscher in ein Café kommen und nach der Internetverbindung fragen, hört man drei verschiedene Begriffe. Der Brite fragt nach „WiFi", der Franzose ebenfalls nach „WiFi" (mit unverwechselbarem Akzent), und der Deutsche? Der fragt nach WLAN. Tatsächlich ist Deutschland eines der wenigen Länder weltweit, in dem sich der Begriff WLAN im Alltag durchgesetzt hat – während international fast überall „WiFi" gesprochen wird.
Der Grund ist historisch gewachsen: In den frühen 2000ern übernahmen deutsche IT-Magazine und Hardware-Hersteller den technischen Begriff „Wireless LAN" direkt aus der Fachsprache und kürzten ihn zu WLAN ab – deutlich bevor die Wi-Fi Alliance ihren Markennamen international etablierte. Heute hängt das Schild „Freies WLAN" in jeder deutschen Bäckerei, während man in Zürich oder Wien eher „Free WiFi" liest.
Hier wird es spannend, denn WLAN und WiFi sind streng genommen nicht dasselbe:
In der Praxis werden beide Begriffe synonym verwendet – und das ist völlig in Ordnung. Wer im Meeting „WiFi" sagt und wer „WLAN" sagt, meint in 99 % der Fälle dasselbe. Kleiner Tipp für den professionellen Alltag: Im deutschsprachigen Raum klingt „WLAN" technischer und bodenständiger, „WiFi" hingegen internationaler und moderner. Beide haben ihre Berechtigung.
Und jetzt wird's grammatikalisch. Der Duden ist unmissverständlich: WLAN ist Neutrum. Es heißt also das WLAN – und nichts anderes. Die Herleitung ist logisch: Da WLAN für „drahtloses Netz(werk)" steht und „das Netzwerk" sowie „das Netz" im Deutschen sächlich sind, übernimmt die Abkürzung dieses Genus.
Und trotzdem: In den sozialen Medien und auf Support-Hotlines hört man regelmäßig „der WLAN" – meist in Analogie zu „der Router" oder „der Hotspot". Man hört sogar gelegentlich „die WLAN-Verbindung", was grammatikalisch sogar korrekt ist (weil sich das „die" auf die Verbindung bezieht, nicht auf WLAN selbst). Die Verwirrung ist also verständlich, aber die Regel klar: das WLAN steht im Duden, und damit ist der Fall erledigt.
Ein weiterer sprachlicher Graben verläuft bei der Aussprache. WLAN wird im Deutschen buchstabengetreu ausgesprochen: „We-Lan" (mit deutschem W, also wie bei „Wasser"). WiFi hingegen ruft oft Unsicherheit hervor:
Unser Tipp: Im internationalen Geschäftsumfeld lieber „Wai-Fai" sagen. Im deutschen Mittelstand ist „We-Lan" völlig akzeptabel und wird sogar als sympathisch empfunden.
Interessant wird der Sprachgebrauch im gesamten DACH-Raum:
Fazit: Wer im DACH-Raum grenzüberschreitend kommuniziert, fährt mit „WiFi" international sicherer, mit „WLAN" hingegen authentisch deutsch.
Bei Wifirst haben wir den Begriff „WiFi" bereits im Firmennamen – da wäre ein Plädoyer für „WLAN" etwas unglaubwürdig 😜. Aber mal ehrlich: Ob Sie „das WLAN", „das WiFi" oder auch mal „die WiFi-Verbindung" sagen – unser Ziel bleibt dasselbe. Wir sorgen dafür, dass Ihre drahtlose Netzwerkverbindung so stabil, schnell und zuverlässig ist, dass Sie gar nicht mehr darüber nachdenken müssen, wie Sie sie nennen.
Ob in Hotels, Studentenwohnheimen, Bürogebäuden, Einzelhandelsflächen oder Logistikzentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz – wir liefern Managed-WiFi-Lösungen, die einfach funktionieren. Und dann können Sie sich in Ruhe entscheiden, wie Sie das Kind nennen wollen.