Success story

Big Mamma: eine einheitliche Netzwerkplattform für 36 Restaurants in 7 Ländern

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Wifirst baut und betreibt die Netzbasis der 36 Restaurants und Dark Kitchens der Big-Mamma-Gruppe in sieben europäischen Ländern. Insgesamt 513 überwachte Geräte — Access Points, Switches, Kameras, USV-Anlagen — und 37 WAN-Strecken in redundanter Auslegung, gesteuert über eine einzige Konsole. Es geht dabei nicht um den Komfort der Gäste: In einem Restaurant, in dem Bestellung, Bezahlung und Produktion über das Netz laufen, steht der Service still, sobald das Netz ausfällt.

36Restaurants und Dark Kitchens am Netz
7europäische Länder
513überwachte Geräte
1.100+Geräte gleichzeitig zu Spitzenzeiten

Wer ist Big Mamma?

Big Mamma ist eine in Frankreich gegründete italienische Restaurantgruppe, die sich in gut einem Jahrzehnt zu einer der sichtbarsten schnell wachsenden Gastronomiemarken Europas entwickelt hat. Ihre Häuser — Carmelo in Lyon, Circolo Popolare in Manchester, Gloria in Dublin, Pamela in Berlin, Edmondo in Hamburg, Giorgia in München, Barracuda in Brüssel, Splendido in Marseille, Palatino in Bordeaux — verbinden hohe Gästezahlen, starken Zulauf und einen kompromisslosen Anspruch an reibungslose Abläufe im Service.

Die Gruppe betreibt zwei Formate, die sich aus Netzsicht deutlich unterscheiden: Restaurants mit Gastraum, Terrasse, Bar und offener Küche sowie Dark Kitchens — reine Produktionsstandorte für Bestellungen über Lieferplattformen. Zwei Formate, zwei Auslegungen, dieselbe Anforderung an Verfügbarkeit.

Die Herausforderung: Wie eröffnet man in Berlin, Dublin oder Madrid mit demselben Netz wie in Paris?

Die Gastronomie hat das Netz lange als Komfortthema behandelt: ein Gäste-WLAN, ein Router, ein lokaler Dienstleister. Dieses Modell trug in dem Moment nicht mehr, in dem das Restaurant durchgängig vernetzt wurde — Kassensysteme, Kartenzahlungsterminals, Bestellterminals, Küchenmonitore, Bonrucker und der laufende Eingang der Bestellungen von Lieferplattformen.

Für eine Gruppe, die jährlich mehrere Häuser in unterschiedlichen Ländern eröffnet, liegt die Schwierigkeit nicht im Technischen im engeren Sinne. Sie ist industrieller Natur:

  • Kritikalität in Echtzeit. Der Service entscheidet sich in einem Fenster von zwei bis drei Stunden. Eine Netzstörung am Freitag um 20:30 Uhr lässt sich am Folgetag nicht nachholen.
  • Schwierige Funkumgebungen. Sanierte Altbauten, Zwischengeschosse, Untergeschosse, Glasdächer, Außenterrassen, tragende Wände in massiver Bauweise — jeder Standort ist ein Einzelfall.
  • Viele Länder, unterschiedliche Telekommunikationsrealitäten. Bereitstellungsfristen, lokale Carrier, Installationsnormen und Ansprechpartner ändern sich von Markt zu Markt.
  • Zwei Formate mit unterschiedlicher Auslegung. Ein Restaurant mit 300 Plätzen und eine reine Produktionsküche teilen weder die Nutzungsdichte noch den Gerätemix.
  • Ein heterogener Bestand. Bereits eröffnete Standorte sind verkabelt und ausgestattet, teilweise durch mehrere aufeinanderfolgende Dienstleister. Ein vollständiger Austausch zum Umstellungszeitpunkt ist selten realistisch.

Die Aufgabe: eine Architektur, die standardisiert genug ist, um Land für Land wiederholt zu werden, und flexibel genug, um in Gebäude zu passen, die einander nicht ähneln.

Die Lösung: eine standardisierte Netzbasis, Standort für Standort repliziert

„Dieselbe technische Basis in Paris, Berlin und Dublin — das macht eine Eröffnung planbar."

Wifirst hat gemeinsam mit Big Mamma eine einheitliche technische Basis definiert, unabhängig vom Land der Eröffnung. Jeder Standort erhält dieselbe Grundarchitektur und wird anschließend nach Fläche, Grundriss und Format ausgelegt. Genau diese Standardisierung macht aus einer Auslandseröffnung ein wiederholbares Projekt statt eines Projekts von Grund auf.

  • Zwei Wibox-Gateways als hochverfügbares Paar je Standort, ergänzt um zwei Huawei-Switches — der aktive Kern des Netzes, im gesamten Bestand identisch.
  • Durchgängig redundante WAN-Anbindung: ein primärer Glasfaseranschluss (FTTH oder FTTO, an den stärksten Standorten bis zu 1 Gbit/s symmetrisch) und eine 4G/5G-Mobilfunkstrecke, die im Störungsfall automatisch übernimmt. Je nach Standort wird die primäre Strecke von Wifirst betrieben oder per VPN in das Wifirst-Netz eingebunden.
  • Eine eigene Mobilfunkstrecke für das Monitoring an ausgewählten Standorten, getrennt vom Produktivverkehr — damit die Sichtbarkeit auf das Netz auch dann erhalten bleibt, wenn der primäre Anschluss ausgefallen ist.
  • Nach Format ausgelegte WLAN-Abdeckung: 9 bis 14 Access Points in einem Restaurant mit Gastraum, Zwischengeschoss und Terrasse, gegenüber 2 in einer reinen Produktionsküche. Die Auslegung erfolgt vor Eröffnung anhand der Pläne und wird nach Inbetriebnahme nachjustiert — insbesondere auf den Terrassen vor der Sommersaison.
  • Einbindung des Bestands statt Austausch. An bereits eröffneten Standorten werden vorhandene Access Points in das Wifirst-Monitoring aufgenommen, statt sie zu ersetzen. Ruckus- und Cisco-Meraki-Geräte laufen so gemeinsam in einer Konsole, was einen vollständigen Hardwaretausch zum Umstellungszeitpunkt vermeidet.
  • Periphere Geräte in derselben Ansicht. Kameras, Aufzeichnungsserver und USV-Anlagen melden ihren Status in Wifirst Center, gemeinsam mit Access Points und Switches.
  • Zentrales standortübergreifendes Monitoring, sowohl für die Teams von Big Mamma als auch für die von Wifirst zugänglich: einheitliche Sicht auf alle 36 Standorte, Status je Standort und je Gerät, Datenverkehr und verbundene Endgeräte.

Wie sieht das Big-Mamma-Netz in Zahlen aus?

Der produktive Bestand deckt heute den Großteil der europäischen Standorte der Gruppe ab und wird als ein einziges länderübergreifendes System betrieben:

  • 36 Restaurants und Dark Kitchens in Betrieb, in sieben Ländern — darunter Frankreich, Spanien, das Vereinigte Königreich, Irland, Belgien und Deutschland
  • 513 überwachte Geräte insgesamt in Wifirst Center
  • 305 WLAN Access Points und 103 Switches im Produktivbetrieb
  • 94 Kameras und 7 Aufzeichnungsserver im Monitoring
  • 37 WAN-Strecken überwacht, in redundanter Auslegung aus Glasfaser und Mobilfunk
  • 35 Gbit/s aggregierte Bandbreite über den gesamten Bestand
  • Mehr als 1.100 gleichzeitig verbundene Geräte zu den Service-Spitzenzeiten

Ein Netz im Takt des Service

Die Lastkurve eines Restaurantbestands gleicht keiner anderen. Wo ein Logistikzentrum linear verbraucht und ein Hotel einer Saisonalität folgt, zeichnet das Big-Mamma-Netz zwei ausgeprägte Tagesspitzen — Mittag und Abend — getrennt durch tiefe Täler, an sieben Tagen der Woche.

Diese Signatur hat eine unmittelbare betriebliche Konsequenz: Das Zeitfenster, in dem das Netz einwandfrei funktionieren muss, ist kurz und nicht verhandelbar. Wartungsarbeiten, Updates und Eingriffe werden um den Service herum geplant, nie während des Service. Genau das begründet auch die redundante Auslegung: In einem Fenster von zwei Stunden bleibt keine Zeit für eine Fehlersuche — es braucht eine Umschaltung.

Das vernetzte Restaurant: wenn das Netz zur Küchenausstattung wird

Die Gastronomie hat sich schneller digitalisiert als die meisten Branchen. Bestellung am Tisch per Tablet, Bestellterminals, Küchenmonitore, bargeldlose Zahlung, automatisierte Übernahme von Lieferbestellungen, vernetzte Warenwirtschaft: Die Zahl der Geräte, von denen ein einzelner Service abhängt, hat sich in wenigen Jahren vervielfacht.

Das verändert den Charakter der Infrastruktur. Das Netz eines Restaurants steht nicht mehr neben dem Geschäft, es ist Teil davon — so wie ein Ofen oder eine Kühlzelle. Ein Ausfall mindert nicht die Qualität des Erlebnisses: Er blockiert Bestellannahme, Bezahlung und Küchenanbindung im selben Moment.

Daraus folgt die mit Big Mamma gewählte Architektur: durchgängige Redundanz beim Internetzugang, Hochverfügbarkeit der Gateways, Trennung der Datenströme zwischen Betriebssystemen und Gästezugang sowie zentrales Monitoring der Netzkomponenten des Standorts. Ziel ist nicht die reine Leistung — ein Restaurant verbraucht wenig Bandbreite. Ziel ist Kontinuität.

Die Ergebnisse

Big Mamma verfügt heute über eine einheitliche Netzbasis an 36 Standorten in sieben Ländern, überwacht über eine einzige Konsole, mit derselben Referenzarchitektur in Paris, Berlin, Dublin und Barcelona. Europäische Eröffnungen stützen sich auf ein etabliertes Rollout-Modell, wodurch die Konnektivität im Eröffnungsplan eines Hauses zu einer planbaren Größe wird statt zu einer offenen Frage.

Über WLAN und WAN hinaus hat sich der Umfang schrittweise auf jene Komponenten ausgeweitet, die ein vernetztes Restaurant am Laufen halten — Switching, Videoüberwachung, abgesicherte Stromversorgung — zusammengeführt in einer gemeinsamen Betriebsansicht. Eine Entwicklung, die der Branche folgt: Je stärker sich ein Restaurant digitalisiert, desto mehr wird das Netz zur Infrastruktur, auf der alles Übrige ruht.

Für Wifirst zeigt diese Partnerschaft die Fähigkeit, einen länderübergreifenden Bestand für eine schnell wachsende Gruppe zu betreiben — in einer Branche, in der das Betriebsfenster eng ist und Verfügbarkeit sich unmittelbar im Umsatz des Service niederschlägt.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Big-Mamma-Restaurants betreut Wifirst in Europa?

Wifirst betreibt das Netz von 36 Big-Mamma-Restaurants und Dark Kitchens in sieben europäischen Ländern. Insgesamt werden 513 Geräte über eine einzige Konsole überwacht: 305 WLAN Access Points, 103 Switches, 94 Kameras, 7 Aufzeichnungsserver und 4 USV-Anlagen.

Warum ist das Netz in einem Restaurant geschäftskritisch?

Ein modernes Restaurant arbeitet durchgängig mit vernetzten Geräten: Kassensysteme und Kartenzahlungsterminals, Bestellterminals, Küchenmonitore, Bonrucker und der Eingang der Bestellungen von Lieferplattformen. Ein Netzausfall während des Service mindert nicht den Komfort der Gäste — er legt den Betrieb still.

Wie sichert Wifirst den Internetzugang eines Restaurants ab?

Jeder Big-Mamma-Standort verfügt über eine redundante WAN-Anbindung: einen primären Glasfaseranschluss (FTTH oder FTTO) und eine 4G/5G-Mobilfunkstrecke, die im Störungsfall automatisch übernimmt. Die Wibox-Gateways sind als hochverfügbares Paar ausgelegt, einzelne Standorte verfügen zusätzlich über eine eigene Mobilfunkstrecke für das Monitoring, getrennt vom Produktivverkehr.

Tauscht Wifirst bei der Übernahme eines Standorts die vorhandene Hardware aus?

In der Regel nicht. An bereits eröffneten Standorten installiert Wifirst eigene Gateways und Switches, bindet die vorhandenen Access Points jedoch in das eigene Monitoring ein, statt sie zu ersetzen. Im Big-Mamma-Bestand laufen Ruckus- und Cisco-Meraki-Geräte deshalb gemeinsam in einer Konsole, was einen vollständigen Hardwaretausch zum Umstellungszeitpunkt vermeidet.

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